Die gamescom ist vorbei, doch viele Eindrücke bleiben. So auch bei der Tänzern und Tänzerinnen, die zu den neusten Tanzspielen auf der Messe performen durften. Wir vom gamescom-blog.net hatten die Chance Sarah, Carolin, Manuel und Lisa zu ihrer Meinung über die Tanzspiele der neusten Generation zu befragen.

Anders als in den vergangenen Jahren, war es dieses Jahr nicht Musikspiele wie Rockband, Guitar oder DJ Hero diejenigen die in den Hallen der Koelnmesse Club-Flair verbreitet haben. Viel mehr waren es Tanzspiele wie Just Dance 3, DanceStar Party oder Dance Central 2 welche die Massen bewegten. Dafür sorgte auch die Crew um Carolin, Lisa, Manuel und Sarah. Mit ihnen durften Mutige auf der Bühne tanzen und zu Duck Sauce oder LMFAO vor den Messe Besuchern Performern.

Das Tanzspiele bei Casual-Gamern gut ankommen, steht seit dem Erfolg von Just Dance auserfrage. Just Dance war ein Vorreiter in diesem Genre. 2009 ist dieser Titel mit 4.3 Mio. verkauften Kopien an die Chart Spitze der Nintendos Wii gestürmt*. Nur der zweite Teil der Serie konnte diesen noch übertrumpfen. Selbst Top-Titel wie The Legend of Zelda: Twilight Princess, konnten die Truppe aus quitchbunten Tänzern nicht von den Bildschirmen der Wii Besitzer vertreiben. Bei solch einem Erfolg, mussten die Entwickler von Ubisoft Paris für Just Dance 3 nicht viel ändern.

Das Spielprinzip ist dasselbe geblieben:
Es geht darum, mit bis zu vier Spielern, die Tanzbewegungen der des Tänzers auf dem Bildschirm zu Spiegeln. Mit der Wii/Move-Remote in den Händen oder über die Kinect Kamera, erkennt die Konsole, ob man sich richtig bewegt. Es zählen Rhythmus, Timing und Präzession bei der Ausführung der Bewegungen. Je perfekter das Mimikry, desto mehr Punkte gibt es. Es wird zu aktueller Pop und Club-Musik getanzt. In neusten Teil von Just Dance 3 sind unteranderem Barbara Streisand von Duck Sauce und auch Taio Cruz‘s Dynamite dabei. Zum ersten Mal wird Just Dance auch auf für die Playstation Move und für das Microsoft Kinect System verfügbar sein.

Neben dem Vortänzer, der Punkte-Anzeige und wird auch noch der Songtext angezeigt und animiert zum Mitsingen. Dabei erwischte sich selbst Tänzerin Carolin auch immer wieder, wie sie uns erzählt. Mit der Kinect Version, wird dieses sogar belohnt. Denn die Mikrofone in der Kinect Kamera erkennen wenn man den Verse Mitsingt und belohnt den Spieler extra Punkte. Es erkennte zwar nicht, ob man die Tonlage trifft. Doch das entspricht der Mentalität von Just Dance 3. Es geht nicht so sehr darum, die Moves perfekt nach zumachen, sondern einfach zu als Gruppe Spaß zu haben. Wer will kann aber auch tiefer in das Spiel eintauchen.

„Ich bin überrascht wie nah das Spiel dem kommt, was wir machen", berichtet Profi Choreograf Manuel und spricht dabei nicht allein vom Nachtanzen. Denn die Kinect-Version besitz noch ein weiteres exklusives Feature: „Just Create“ ist ein Modus in dem man seine eigenen Choreografien Aufzeichnen und mit anderen Spielern Austauschen kann. „Wenn man etwas mehr Energie in das Spiel hinein steckt, kann man wirklich einige Grundlagen für modernen Tanz lernen und sich in Form zu bringen," meinen Sarah und Manuel. Dabei kann vor allem der „Just Sweat It Out Modus“ helfen. Bei diesem wird eine Playlist zusammengestellt, die wie ein Workout-Plan abgearbeitet wird und soll helfen in Form zukommen. Davon ist auch Sahra überzeugt und freut sich darüber, dass man spielerisch an das Tanzen heran geführt. Man kann ohne von anderen beobachtet zu werden, wie es im Tanzstudio der Fall ist, herumprobieren. „Es hilft ein Gefühl für seinen Körper zu entwickeln und ihn zu trainieren“, erzählt sie uns, „Selbst als wir [Sie und Carolin] auf der Bühne für 10 Minuten Performern mussten, sind wir ‚pitsche patsche‘ nass gewesen.“ Doch Just Dance 3 ist nicht das einzige Tanzspiel, welches Ubisoft am Start hat.

Hier seht ihr Carolin (links) und Sarah mit einem Gast auf der Ubisoft Bühne performen.

Mit The Black Eyed Peas Experience für Xbox Kinect gibt es auch ein komplett Lizensierte Tanzspiel. Bei diesem darf zu den Klängen der Black Eyed Peace getanzt werden. Dabei wird nicht wie bei Just Dance auf eine bunte und schemenhafte Präsentation gesetzt, sondern es wird versucht durch realistischere Grafiken Fergie, Will.i.am, Taboo und Apl.de.ap dem Spieler näher zu bringen. Und das ist auch die größte Schwäche des Spiels. Denn dadurch, dass der Focus so sehr auf den BEP liegt sind die Choreografien stark von deren Stil geprägt und nicht für jedermann ist etwas dabei. Abgesehen davon, dass die Musik Auswahl auch eingeschränkt ist.
Es ist schwer das Spiel als mehr den eine „Lizenz-Verwurstung“ anzusehen. Vor allem wenn Just Dance 3 auch eine Option ist. Es ist wirklich mehr etwas für Fan-boys/girls. Hinzukommt, dass es auf der Kinect auch noch mit Dance Central konkurrieren muss.

Hier seht ihr The Black Eyed Peas Experience in action.

Dance Central 2 ist Microsofts Antwort auf Just Dance. Doch anders als Just Dance will dieses Spiel dem Spieler die einzelnen Move wirklich beibringen. Es ist möglich sich einzelne Move im Detail anzusehen und solange zu wiederholen bis er sitzt. Es sind einige komplexe Choreografien dabei, die einiges vom Spieler abverlangen. Doch wem die zu schnell sind kann sie sich in Slowmotion ansehen. Es ist sogar möglich sich selbst aufnehmen zu lassen und es direkt mit der Choreografie des Spiels zu vergleichen. Das ersetzt quasi den Trainer und zeigt eigene Fehler exakt auf. Auch der am Bedienkomfort wurde gearbeitet. So kann man nun, seine eigen Performance durch einen einfachen Sprachbefehl, „ Xbox, record video!“, aufzeichnen. Auch lässt sich das Spiel so Pausieren. Mit einem Line-Up von 40 Songs ist sollte für Abwechslung gesorgt sein.

Hier wird zu Dance </span>Central 2 getanzt.

Auch Sony will die Hüften ihrer Kunden in Bewegung setzen. Dafür soll DanceStar Party sorgen. Wie der Name anmuten lässt, geht es anders als bei SingStar nicht ums singen, sondern einzig und allein ums Tanzen. Mit 40 Songs kann in verschiedenen Schwierigkeiten getanzt werden. So kommen rund 160 Tänze zusammen. Auch hier ist es möglich seine eigene Choreografie aufzuzeichnen und mit Freunden zu teilen. Auch Videos und Fotos von den Performances können geteilt werden. Ähnlich wie in SingStar, werden auch hier neue Songs als DLC angeboten werden, damit man seine eigene Bibliothek aufstocken kann.
Anders als bei den anderen Spielen wird hier neben dem Tänzer auch das Video des Songs gezeigt. Die Visualisierung ist generell auf die einzelnen Videos abgestimmt und bietet ein stimmiges gesamt Bild. Es ist auch möglich die Tänzer auf den Bildschirm anzeigen zu lassen.
Das Spiel bietet noch viele weitere Möglichkeiten sich auf einer Party auszutoben und richtig ins Schwitzen zu kommen.

So tanzt man zu DanceStar Party.

Dies sind die großen Tanz spiele der Messe. Es sollte für jeden etwas dabei sein. Zwar ähneln sich die Titel sehr, doch die Details bringen hier den Ausschlag.

Just Dance 3 wird am 11. October 2011 erscheinen. Dance Central 2 wird am 21. Oktober erscheinen. The Black Eyed Peas Experience wird etwas später am 10. November 2011 erscheinen. Für DanceStar Party wurde noch kein genaues Erscheinungsdatum genannt, doch es soll noch diese Jahr erschienen.

*Aller Third-Party Spiele für die Wii